Die Erde erzittert, wenn ein Riese seiner Wege zieht. Groß wie ein Baum, stark wie Stein, mächtig wie die Erde.
Die Riesen gehören zu den drei dominanten Wesenheiten der Anderswelt – so wie die Zwerge und die Elfen. „Alt“ ist kein Begriff, der auf diese Geschöpfe zutrifft. Denn die Zeit, wie wir sie verstehen, betrifft sie nicht. Sie waren da seit dem ersten Tag und werden noch da sein, wenn sich niemand mehr an die Welt erinnert, wie wir sie kennen. Die Ewigkeit ist ihr Zuhause. Ihre Präsenz steckt in der Welt selbst.
Als Erbauer gingen die Riesen ein in die Sagen, Märchen und Geschichtsbücher, derer sich die Menschen über sie erzählen.
Kein anderes Wesen ist in der Lage, Bauwerke von solcher Größe und solch imposantem Eindruck zu errichten, wie die Riesen es taten. Burgen, Schlösser, Mauern, Steinringe, Berge. Sie verfügen über das Wissen des Aufbaus und die Formbarkeit der Elemente. So schufen sie ihre Werke mit einer Kenntnis, die über die feste Materie hinausgeht.
Sie sind sich ihrer Größe bewusst, und dennoch hegen sie keinen Anspruch darauf, denn sie sind es einfach. So haben sie auch nicht das Bedürfnis, sich in eine andere Gestalt zu verwandeln, wenngleich es Wesen in der Anderswelt gibt, die sich als Riesen zeigen und doch keine sind. Die Riesen bedürfen keiner Masken. Identität ohne Täuschung, würdevoll und unverwechselbar.
Zurückgezogen unter ihresgleichen leben sie, die Großen, die einst die Welt beherrschten. Wartend dessen, sich erneut zu erheben und kosmische Bauwerke zu erschaffen.