Gestalten aus heidnischer Zeit und ambivalente Wesen: strahlend und schaurig, gerecht und strafend.
Die Perchten ähneln dem Krampus und doch sind sie etwas anderes. Sie kommen als die „Schiachen“ daher, als Symbol für die Dunkelheit, aber auch als die „Schönen“ und bringen mit der Wintersonnenwende das Licht zu uns zurück. Naturgeister in tierischer Gestalt ... Eindrucksvoll und ehrerbietend.
Die Perchten kommen mit den Rauhnächten, mit der Wilden Jagd – einem stürmischen Heer, das laut lärmend durch die Welt der Menschen zieht – angeführt von ihr … der Perchta.
In alter Zeit war Frau Holle als Frau Perchta bekannt.
Eine mythische Frauengestalt in vielerlei Erscheinung: schön und hässlich, freundlich und unheimlich. So vereint sie als grausige Hexe und liebevolles Weib die Dualität zwischen Gut und Böse – Hell und Dunkel.
Zusammen sind sie ein Teil des Kampfes um die Rückkehr der Sonne im Winter.
Ein Ringen zwischen beiden Seiten, welches auf ewig Teil des Kreislaufs ist.
Das mittel-althochdeutsche Wort „beraht“ bzw. „perahta“ bedeutet hell, klar und leuchtend.
So ist die Perchta „die Lichte“ … und ihre Perchten „die Lichtbringer“.