Der Bär gilt als mächtigstes Wesen des Waldes. Ein Symbol für Kraft, Stärke und Mut. Er verfügt über die wahre Urkraft, die in ihm lebt und aus ihm heraus strömt. Er ist mächtig der Muskelkraft und hat derer kaum natürliche Feinde.
Begegnest du einem Bären in freier Wildbahn, so wird dir vermutlich Angst und Bange. Wenn er sich auf die Hinterbeine stellt und seine wahre Größe annimmt scheint es, als gäbe es nichts, das ihn aufzuhalten vermag.
Es wäre ihm ein Leichtes, sein Gegenüber mit nur einem Prankenhieb seiner Grenzen zu verweisen.
Doch der Bär ist kein Krieger, er ist kein Zerstörer… kein Berserker, dessen Namensgeber er wurde … er ist ein Wanderer, ein Suchender.
Er wird in den Gebieten, derer er umherwandert mit den Mächtigsten in Verbindung gebracht. Wotan oder Odin streiften in Bärengestalt durch die Wälder. Selbst der Name Arthur - des berühmten Herrschers - wird auf das alte Wort "Art" für Bär zurückgeführt. Menschen tragen das Bärenfell, um sich seine Kraft zu leihen.
Der Bär ist ein König. Er ist weise und gut. Er ist kräftig und sanft. Denn in seinem Herzen schlägt der Zauber der Weisheit und der Geduld. Wenn ein Bär dich begleitet, so wird er dich beschützen. Er wird dich ehren dafür, sein Freund zu sein.
Der Bär ist die undurchsichtigste Gestalt von allen, denn er wirkt so und scheint doch ganz anders. Die Wahrheit ist es, die dem Bären seine Kraft gibt, wenn er sich in der dunkelsten Stunde nach Hoffnung sehnt.
Der Bär ist kein Fabelwesen und erscheint doch in den Märchen. Als verwunschener Prinz - eine verwandelte Gestalt. So zeigen uns die Sagen und Geschichten, dass man auch bei einem großen und starken Bären, hinter die Fassade blicken darf.
So zieht der Bär seiner Wege Tag für Tag, unablässig bis ans Ende seiner Suche.