Der Glaube an Naturgeister ist der Älteste von allen.
In den Kulturen dieser Erde und in deren Anderswelten leben seit jeher Wesen, die mit dem Natürlichen in Verbindung gebracht werden, um das Übernatürliche zu verstehen.
Sie sind ein Bestandteil der Natur - beseelte Bäume, lebendige Steine oder atmende Quellen. Ein jedes „Ding“ hat seine eigene Wertschätzung durch sie erhalten.
Die alten Kulturen, die Naturreligionen, glaubten daran, dass wir im Einlang mit allem um uns herum leben - untrennbar verbunden mit den Elementen und deren Geistern.
Die Bekannteren bei uns sind Wichtel, Kobolde, Nixen, Zwerge, Riesen, Elfen und Feen. Sie leben zumeist in der Natur, derer sie entspringen, wie der Name eben sagt.
Ihre Erscheinung ist so vielfältig wie ihre Bezeichnung – so wirken sie altbekannt, wie aus dem Märchenbuch. Sie können aber auch in Menschengestalt wunderschön oder gruselig zum Fürchten aussehen. In Form eines Tieres huschen sie unentdeckt vorbei.
So folgt auf den Naturgeist das Fabelwesen, das den Sagen und somit der Fantasie entspringt und ist dort den Gesetzen der Märchen unterworfen.
Der Übergang vom Naturgeist zu einem Gott ist ebenso fließend. In naturverbundenen Zivilisationen wie bei den Kelten und Germanen, den Maya und in der japanischen Shinto-Tradition, sind viele Götter ursprünglich Personifikationen von Naturkräften.
Ambivalent sind sie alle zusammen - weder gut noch böse. Weder das Eine nach das Andere.
Der Glaube daran, macht sie lebendig. Er formt die Verbindung zwischen dieser und einer „anderen“ Welt.
Wenn wir ein Glitzern wahrnehmen über moosbewachsenen verrottenden Baumresten, spüren wir ihre Magie - kannst du sie sehen?
Naturgeister… so mannigfaltig und so speziell, dass es keine klare Definition dazu gibt, die mit Worten geformt werden könnte.
So werde ich dir von ihnen erzählen … es beginnt mit einem Märchen aus der Anderswelt …